Die Schulmediation

beschäftigt sich mit dem Thema Gewalt an Schulen, das seit mehreren Jahren sowohl Pädagog/innen, Schüler/innen und Eltern beschäftigt. Als Reaktion auf Gewaltvorfälle an Schulen – zu denen neben physische Gewalt auch die sogenannte „stille Gewalt“ wie Verächtlichmachung von schwächeren Schüler/innen, Mobbing und Ausgrenzung gezählt wird – sind in den letzten Jahren an vielen Schulen zum Teil sehr unterschiedliche Konzepte zur Gewaltprävention und zum Umgang mit Gewalt umgesetzt worden. Das Mediationsteam sieht in diesem Kontext Schule nicht mehr als ein isoliertes System der Bildung und Erziehung, sondern als ein Teil der gesellschaftlichen Öffentlichkeit, der aufgefordert ist, neben der reinen Wissensvermittlung verstärkt auch Alltagswelten junger Menschen in ihre Erziehungs- und Bildungsprozesse einzubeziehen. Das Mediationsteam vermittelt bei Herkunftsbedingten Defizite bei Schülerinnen und Schülern, die häufig als ursächlich für soziale Verhaltensauffälligkeiten wie z.B. Gewaltphänomene an Schulen gesehen werden. Diese Defizite sind nur dann aufzuheben, wenn für die entsprechenden Zielgruppen das Lernen in der Schule ergänzt wird durch verschiedene Formen der Unterstützung, aber vor allem durch die Einbeziehung sozialpädagogischer Ansätze und Methoden. An dieser Stelle kommen die Handlungsmöglichkeiten des Mediationsteam zum Tragen.

Wir vermitteln auch in Konflikten der Lehrer untereinander, in Eltern/Lehrer Konflikten, Schüler/Lehrer Konflikten und in Unstimmigkeiten mit der Schulleitung.

Zunehmende Gewaltbereitschaft an Schulen macht die Vermittlung alternativer und gewaltfreier Konfliktlösungsstrategien zu einem vordringlichen

pädagogischen Anliegen. Im Rahmen eines Mediationsworshops können Besispielsweise Schüler die wesentlichen Elemente der Mediationsmethode, Kommunikations- und Verhandlungstechniken sowie Verhandlungen strukturieren lernen.

Die von uns angewandte Mediationsmethode beruht auf Grundlage der GFK (Gewaltfreie Komunikation) nach Marshall Rosenberg.