Entstehung und Voraussetzung für eine Mediation

 

Die Entstehung der Mediation hat in vielen Kulturen eine lange Tradition. Sie ist nur zum Teil aus den USA importiert, und hat in Europa eine sehr lange Geschichte; Im antiken Griechenland war die Mediation ebenso bekannt wie im alten Rom und wurde in der christlich-abendländischen Kultur fortgeführt. Sogar der Begriff "Mediation" wurde aus dem Lateinischen abgeleitet, Medium, was bedeutet, "in der Mitte, dazwischen, neutral, unparteiisch sein". Verfahren der Mediation sind seit dem 12. Jahrhundert nachweisbar. Die beiden neutralen Vermittler, die im Westfälischen Frieden im Jahr 1648 geholfen hatten, den Dreißigjährigen Krieg zu beenden, werden in den historischen Dokumenten bereits als „Mediatoren“ bezeichnet. Allerdings war zwischenzeitlich das Wissen um diese traditionelle Methode der Vermittlung wieder in Vergessenheit geraten.

 

Insofern stimmt es doch, dass diese Art der außergerichtlichen Verständigung in den USA erst in den 60-er Jahren wieder neu entdeckt werden musste, um wieder den Weg zurück ins alte Europa zu finden und seither weltweit einen rasanten Aufschwung zu nehmen.

 

Somit ist die Mediation eine alte Idee zur Lösung von Konflikten, deren Wurzeln sich weit über 2000 Jahre zurückverfolgen lassen.

 

 

 

Voraussetzungen für eine Mediation sind:

 

·  Freiwilligkeit: Die Parteien entschließen sich aus freiem Willen zur Teilnahme

 

·  Vertraulichkeit: Die Parteien und die Mediatoren verpflichten sich zur Vertraulichkeit

 

·  Informiertheit: Entscheidungen sollen auf der Basis aller notwendigen Informationen getroffen werden

 

·  Eigenverantwortlichkeit: Die Parteien bestimmen selbst die Lösung

 

·  Unabhängigkeit/Allparteilichkeit des Mediators: Die Mediatorin unterstützt alle Parteien bei der Suche nach allseits zufriedenstellenden Lösungen

 

·  Ergebnisoffenheit: Mediationsverfahren sind offen für flexible und kreative Lösungen